Swordfishtrombones von Tom Waits - alle Infos

Tom Waits

Swordfishtrombones

Stars-5-0(9 Rezensionen)
Preis: ab EUR 5,45 *

V.Ö.:
03.01.1995
Format:
Audio CD
Anzahl Disks:
1
Label:
Island (Universal)

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Rezensionen von Kunden

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Das eigenartigste Album aller Zeiten: Ein Meisterstück!

Das Album ist unvergleichlich, einzigartig, solitär. Es die beste LP der 80er Jahre zu nennen, wäre Unsinn insofern, als es mit anderen nicht in eine Reihe gestellt werden kann. Es diskutiert schließlich auch niemand, ob die Beatles besser als Beethoven waren.
Die Musik zu beschreiben, erübrigt sich: Sehen Sie sich das Cover an! Eine Tuba, ein Kontrabass, Pauken, eine Hammond und zuweilen eine Drehorgel. Und: Ein Xylophon, das neben dem Waits'schen Krächzen und Bellen allem seinen unhintergehbaren Stempel aufdrückt.

Bewertung: Stars-5-0
geschrieben am: 17.04.2007


Schwertfischposaunen im Untergrund

Man kann über Tom Waits sagen, was man will: er ist sich selbst immer treu geblieben. So hat er seine Stimme über die Jahrzehnte hinweg brav weiter rosten lassen und seine Texte handeln auch heute noch in erster Linie von den tragischen Figuren des Lebens, wie man sie in verrauchten Italo-Restaurants, heruntergekommenen Hafenbars und sonstigen Spelunken vorfinden kann.
Mit diesem Album begann er 1983 eine Trilogie, die mit den allen musikalischen Standards, die er auf den Vorgängeralben bis dahin etabliert und geflegt hatte, brach. Vor allem die merkwürdige Instrumentierung ist seiner Plattenfirma damals wohl übel aufgestoßen und hat ihn prompt gefeuert.

Das Album startet furios mit "Underground", einem Waits-Klassiker, der den Hörer dunkel grollend, rumpelnd und wild-aufstampfend auf die restlichen Songs vorbereitet. Es folgt "Shore Leave", ein weiterer Fan-Favourite, den Waits mit einer rauchigen, bisweilen zaghaften Stimme vorträgt. Danach folgt ein gelungenes Instrumental und das eher unspektakuläre "Johnsburg, Illinois".
Was dann kommt ist der Kracher schlechthin. Einer seiner bekanntesten Songs und praktisch bei jedem Live-Konzert dabei: "16 Shells from a 30.6". Bombastischer wurde das Schlagzeug noch nie eingesetzt. Der treibende Rythmus, der dadurch erzeugt wird, ähnelt einer Dampflok auf Amphetaminen. Sagenhaft!
Es reiht sich an, der qualitativ beste Song auf dem Album: "Town with no cheer". Eine Stadt ohne Kneipen und Kantinen. Undenkbar für Waits, der seinem Bedauern über das Fehlen dieser Einrichtungen (in einer imaginären Stadt) hier ein musikalisches Denkmal gesetzt hat. Dieses Lied schafft es eine wohlige, erznostalgische Stimmung zu erzeugen, egal wie oft man es hört.
"In the Neighborhood" ist wohl der eingängigste Song auf der CD. Eine Ode an die Nachbarschaft. Auf diesen folgt wiederum ein Instrumental und danach das (durchaus für einige Lacher gute) "Frank's Wild Years".
"Swordfishtrombone", der Titelsong ist über alle Zweifel erhaben und steht fast auf einer Stufe mit "Town with no Cheer".
Die nächsten drei Songs können da nicht mithalten, wobei "Down, Down, Down" durchaus *rockt*. "Troubles Braids" ist ein schräges
Soundexperiment und hat durchaus seinen Reiz. Das Album schließt mit "Rainbirds", einem herzzerreißend-melancholischen Instrumental, dass von Waits persönlich auf seinem Piano eingespielt wurde.
Fazit: Ein sehr starkes Album vom "Bukowski der Rockmusik", wenn auch nicht sein Bestes. Jedem der Waits kennenlernen will, sei allerdings das Nachfolgewerk, nämlich "Raindogs" empfohlen.

Bewertung: Stars-4-0
geschrieben am: 09.08.2005


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